#Rhetoriktipp 89 – Ich komme nun zum Schluss…

Kurt Tucholsky hat uns Weisheiten zur Rede hinterlassen und sein wichtigster Ratschlag lautet:

Kündige den Schluß deiner Rede lange vorher an, damit die Hörer vor Freude nicht einen Schlaganfall bekommen, (Paul Lindau hat einmal einen dieser gefürchteten Hochzeitstoaste so angefangen: »Ich komme zum Schluß.«) Kündige den Schluß an, und dann beginne deine Rede von vorn und rede noch eine halbe Stunde. Dies kann man mehrere Male wiederholen.“ Quelle: Ratschläge für einen schlechten Redner

 

Sobald wir diesen Satz aussprechen fängt das Gruscheln und Zusammenräumen an. Für viele ein Signal – nun muss ich ja nicht mehr zuhören, denn nun folgt nur noch eine Zusammenfassung. Für mich ist das eine grausige Vorstellung, denn nun mit dem Schluss der Rede, erhalte ich doch noch einmal die volle Aufmerksamkeit meienr Zuhörer – lassen Sie diese nicht verpuffen, sondern nutzen Sie sich voll aus.

Was rät uns die klassische Rhetorik?

Schlusssatz-text2 copyGanz klassische läutet in der Rhetorik die „peroratio“ den Schlussteil einer Rede ein. Das ist auch gut so, denn wie die Einleitung und der Hauptteil, benötigt jede Rede eine klare Struktur, diese muss auch für unsere Zuhörer erkennbar sein.

Nur die Assoziation mit „ich komme nun zum Schluss“ ist häufig nicht gewünscht.

Statt einer langatmigen Zusammenfassung ihrer Argumente, empfiehlt uns Quintilian zwei Dinge. Erstens die zusammenfassende Aufzählung, jedoch nicht da wir das Gedächtnis unserer Zuhörer anzweifeln, sondern, um  mit besonderem Nachdruck unsere Gedanken zuzuspitzen. Sentenzen eignen sich dafür am besten.

Gefühle regieren die Welt

Neben der klassischen Zusammenfassung kommt es darauf an – Emotionen – in unseren Zuhörern auszulösen. Ziehen Sie alle verfügbaren Register und binden Sie angemessen und doch stark Emotionen in Ihren letzten Aufruf ein. Nutzen Sie diesen wichtigen Teil der Rede, um sich voll ins Zeug zu legen.

Entweder wollen wir Abscheu, Widerwillen oder Zorn über unserem Gegensprecher und der Gegenseite in unseren Zuhörern auslösen und Freud

e, Zustimmung sowie moralische Unterstützung für unsere eigene Seite. Gerade hier nutzen wir pathos und ethos  also Leidenschaft und Ethik.

daher lautet mein Rhetoriktipp

Meine Empfehlung daher für Ihre letzten Worte – legen Sie sich ins Zeug. Wiederholen Sie ihre wichtigsten Argumente, gut überspitzt und anschaulich in griffigen Sentenzen und zeigen Sie dabei Leidenschaft.

 

„Eine verlorene Unze Gold kann gefunden werden, eine verlorene Unze Zeit nie“ – beginnen Sie heute damit Ihre letzten Worte in Reden, Vorträgen und Diskussionen leidenschaftlich vorzutragen.

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