Rhetorik will gar nicht immer Recht haben – gute Redner auch nicht.

Die gute Rhetorik will gar nicht Recht haben, denn was habe ich als Rednerin davon, wenn ich Recht habe, aber keiner macht, was ich vorgeschlagen habe.

In dem Webinar „Wie Argumentations beginn….wo ist der Henkel?“ zeige ich genau das. Es gibt zig Situationen, in denen mehr als eine Person Recht haben.

Dann streiten sich diese zwei oder drei oder vier Personen vielleicht ihr Leben lang darüber, dass aber doch sie Recht haben.

Damit haben wir zwar das Recht auf unserer Seite, sind aber noch kein Stück vom Fleck weg gekommen.

Gute Rhetorik will nicht Recht haben, sondern Argumentieren

Argumentation fängt dann an, wenn wir uns überlegen – welches wohl die wahrscheinlichste Lösung ist, der die meisten Menschen zustimmen werden.

Es geht also um Wahrscheinlichkeiten und um Mehrheiten.

Oft haben wir ja A, B oder C Lösungen für eine Situationen. Dann geht es weniger darum, welche Lösung die Beste, Preiswerteste oder Schnellste ist.

Es ist immer die Lösung, der die meisten Entscheider, also der Kunde, das Team oder der Chef zu stimmen können.

Meine Empfehlung heute – schauen Sie sich die Webinaraufzeichnung unbedingt an. Dann werden Sie verstehen, warum zwei Menschen Ihr leben lang behaupten können Recht zu haben und sich darüber vielleicht zerstreiten und nie wieder ein Wort mitander reden werden.

Egal, ob im Team, in der Familie, im Freundeskreis oder mit Ihren Kunden und Auftrebern – wir bleiben immer auf der Stelle stehen, wenn wir versuchen Recht zu behalten und damit wichtige Menschen verlieren.

Viel sinnvoller erscheint es mir, herauszufinden, wann Argumentation möglich wird.

Der Schlüssel dazu sind Wertesysteme.

Wer bereits an diesem Webinar teilgenommen hat der wird sich erinnern. Schauen Sie doch einfach mal nach, ob Sie noch alle Details aus diesem Webinar im Kopf haben. Schließen waren schon über 200 Menschen bei diesem Webinar dabei.

Es gibt so viele Wertesysteme und in der Vorbereitung geht es primär darum, mit welchem Wertesystem die meisten Menschen umgehen können. Dieses dann argumentativ auszuloten und so die tragfähigsten Lösungen zu finden – das ist die wahre Kunst der Rhetorik und der Überzeugungskraft.

Mehr als nur immer Zahlen auf den Tisch werfen

Gute Rhetorik und eine schlüssige Argumentation, die legen nicht einfach nur eine Statistik nach der anderen auf den Tisch. Gute Rhetorik und überzeugende Argumentation setzt auf einen guten Mix aus Argumenten, die innerhalb des gemeinsamen Wertesystems beleuchtet werden können.

Der Mix macht es – genau! Unterhaltsam, anregend und überzeugend ist eine Argumentation dann, wenn wir verschiedene Arten von Argumenten einsetzen. Wir unterscheiden in der Rhetorik Sach- und Gefühlsargumente.

Keine Sorge, bei den Gefühlsargumenten drücken wir nicht auf die Tränendrüse – naja vielleicht doch, denn gute Geschichten, Beispiele oder eigene Erlebnisse lassen schon mal die eine oder andere Träne über die Wange kullern. Bei Statistiken, Gesetzestexten, Urkunden oder anderen Sachargumenten besteht diese Gefahr eher nicht.

Bis wir aber überhaupt zum Einsatz von Argumenten kommen, ist es wichtig zu verstehen, wie Argumentation entsteht.

Das Tassen-Argument von Gudrun Fey

In dem Webinar „Wie Argumentation beginnt…wo ist der Henkel?“  dreht sich alles um Tassen, Henkel und Reisen. Wenn Sie zu den 200 plus  Menschen gehören, die bei diesem Webinar schon einmal live dabei waren oder die Aufzeichnung haben, dann schauen Sie unbedingt noch einmal rein und frischen Sie Ihre Erinnerung über die Argumentation auf.

Für alle anderen, denen die Fey-Tasse noch wie ein großes Geheimnis vorkommt, denen empfehle ich sich die Webinaraufzeichnung anzuschauen.

  • erkennen Sie den Grundsatz der Argument
  • stellen Sie selbst fest, warum oft mehr als nur einer Recht hat
  • lernen Sie Wertesysteme kennen
  • legen Sie fest welche Wertesysteme für Sie und Ihre Arbeit relevant sind
  • tauchen Sie ein, in die Welt der Sach- und Gefühlsargumente

In der Webinaraufzeichnung …

finden Sie zwei Beispiele an Hand derer Sie gut erkennen, wann Argumentation beginnt.

Wie wichtig es ist seine Zuhörer und das rhetorische Setting genau zu kennen, sonst stolpern Sie schnell in Fallen, aus denen Sie sich nicht mehr so einfach rednerisch befreien können.

Diese Webinaraufzeichnung ist ein guter Einstieg, um sich mit dem gr0ßen Feld der Rhetorik bekannt zu machen.

 

Nutzen Sie jetzt die Chance und greifen Sie zu – die Erkenntnis wann Argumentation tatsächlich beginnen kann – wird Sie im privaten und beruflichen Alltag stets einen Schritt weitergehen lassen.

 

Ja ich geh es mir anschauen

 

Fazit:

Gute Rhetorik und eine abwechslungsreiche Argumentation öffnen so manche Türen, um eine gute gemeinsame Lösung zu finden.

3 Dinge die ich tue, wenn ich keinen Anfang für meine Präsentation finde

Kennen Sie diese Minuten, die einfach nur so verrinnen, während wir auf die leere Powerpoint-Folie starren.

Die Zeit sitzt den meisten von uns ja im Nacken, deshalb gilt es sorgsam mit unserer Zeit und mit der Zeit unserer Zuhörer umzugehen.

Mir ging es in den letzten Tagen auch so – ich hatte im Sommer so an die 100 Themen gesammelt, die ich in den nächsten Monaten im Rhetoriktipp verarbeiten möchte. Aber bei welchem sollte ich anfangen?

Kennen Sie das Gefühl auch – entweder zu wenig oder zu viel Inhalt zu haben?

Dann empfehle ich Ihnen heute die drei Dinge, die ich tue, wenn ich keinen Anfang für meine Präsentation finde.

1. Ich fange am Ende an

Eine der wichtigsten Aufgaben in der Rhetorik ist es sich immer zuerst zu überlegen – was sollen meine Zuhörer oder Leser tun, wenn ich aufhöre zu sprechen?

Diese erste Handlung nach meiner Rede oder Präsentation ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für unser Präsentation.

Nehmen Sie sich also ein Blatt und schreiben Sie in den klarsten und eindeutigsten Worte auf, was Ihre Zuhörer als erstes nach der Präsentation tun sollen.

In meinem Fall: Immer mit der letzten Folie anfangen

Wie ist das bei Ihnen? Was sollen Ihre Zuhörer nach Ihrer Rede oder Präsentation tun?

2. Ich mache eine Liste

Im zweiten Schritte mache ich mir eine Liste – meist ein Mindmap – in dem ich alles aufschreibe, was mir einfällt, um zu dieser letzten Folie zu gelangen.

In den meisten Fällen, habe ich dann so viel Material, dass ich zwei Stunden Redezeit benötigen würde und nicht nur die 12 oder 7 1/2 Minuten, die ich in der Kundenpräsentation habe.

Diese Liste ist aber so genial für mich, denn Sie entlastet ein ganz wichtiges Organ – mein Gehirn. Kennen Sie das Gefühl – ich habe es ja aufgeschrieben, also vergesse ich es nicht mehr.

Die Gefahr bei solch einer Liste ist natürlich, dass sie endlos wird; mir immer noch etwas mehr einfällt, ich noch ein Thema unbedingt dazu nehmen muss. Sie verstehen glaube ich, was ich meine.

Also ganz wichtig, diesen zweiten Schritt müssen wir eingrenzen.

Ich mache eine Liste innerhalb von 4 1/2 Minuten und schreibe alles ein, was mir zu meiner letzten Folie – meinem letzten Satz einfällt.

Wie sieht so eine Liste wohl bei Ihnen aus? Gut sortiert in „trello“, als Exceltabelle oder einfach auf einem Schmierzettel auf Ihrem Tisch? Ich habe für solche Momente ein eigenes kleines Buch – genauer – einen Ringordner. Wenn ich dann mal wieder um Themen ringe oder Ideen benötige, blättere ich voller Vorfreude in diesem kleinen kariertem Ringordner.

3. Ich spreche über die Dinge, die eine Flamme in meinem Herzen auslösen.

Das klingt zu theatralisch? Vielleicht! Aber ich meine das ganz ernst. An jedem Thema gibt es etwas wofür mein Herz höher schlägt. Genau dieser kleine Funke, der treibt mich an. Kleine Flämmchen, die vielleicht noch ganz neu sind oder fast erloschen, denen das Feuerholz fehlt.

Als Themenschnipsel – die meine Aufmerksamkeit erheischen.

Genau diese Themenschnipsel gleiche ich dann ab mit der großen Liste, die ich mir vorher gemacht habe.

Meistens sind das dann nur 3 vielleicht 4 kleine Unterpunkte.
Wie ist das bei Ihnen. Für welche Themen glühen Sie?

Also diese 3 Dinge tue ich, wenn ich mal wieder vor einer leeren Powerpoint-Folie sitze.

1. Die letzte Folie zu erst gestalten – so einfach und klar wie möglich

2. Eine Liste machen, mit allen Dingen die mir zu diesem letzten Satz einfallen – aber nach 4 1/2 Minuten den Stift weglegen.

3. Meine 3 bis 4 heißesten Flammen auswählen.

Nach diesen 3 Schritten steht in den meisten Fällen meine Struktur für die Präsentation.

Diese Vorgehensweise funktioniert deshalb, weil ich das gesamte System der klassischen Rhetorik im Hinterkopf habe. Viele weitere Strickleitern funktionieren in diesen wenigen Minuten, um eine informative, unterhaltsame und überzeugende Präsentation abzuliefern.

Seien Sie smart und sichern Sie sich nun auch das System der klassischen Rhetorik. Einfach, logisch und chronologisch erklärt finden Sie die rhetorische Treppen im Masterkurs Rhetorik: Überzeugend reden.

Noch bis Donnerstagsabend 23 Uhr gilt das Geburtstagsspezial mit einem Preisvorteil von 40%.

Ja, ich schau mir noch mal den Masterkurs Rhetorik an KLICK

Lassen Sie mich wissen, wie Ihnen diese 3 kleinen Dinge gefallen, um sich von der leeren weißen  Powerpoint-Folie zu lösen.

Ihre

Judith Torma

die Rednermacherin.

Rhetoriktipp 108: 7 Vorteile, wenn Sie die richtigen Worte finden – Mitarbeitermotivation durch den Sandwich-Manager

Mitarbeitermotivation durch den Sandwich-Manager

Das eine Extrem – es wird von morgens bis abends gemeckert. Wenn Führungskräfte an allem ein Haar in der Suppe finden, dann nehmen sich Mitarbeiter diese Verhaltensweise sehr schnell an.

Andererseits verstärkt sich das negative Formulieren bei Vorgesetzten auch immer häufiger in ihrer Mimik und Körpersprache. Denken Sie jetzt einfach einmal an Bilder aus den Medien. Wie oft sehen wir deutsche Politiker mit heruntergezogenen Mundwickeln sowie eine starre, herrische Körpersprache, die fern jeder menschlichen Bindung erscheint.

7 Vorteile, wenn Sie die richtigen Wort finden

Das andere Extrem beschrieb vor einigen Tagen eine Kundin von mir sehr treffend. Wenn Kinder heute das erste Mal allein aufs Töpfchen gehen, dann erschallt Musik aus dem Donnerbalken und Mama und Papa führen einen Indianertanz in voller Montur vor. In einigen extrem Fällen zieht sich das bis zum jungen Erwachsenenalter durch.
Dann haben wir junge Fachkräfte, vielleicht so gar junge Führungskräfte, die schon ein riesiges Lob und handfeste Vorteile erwarten, nur weil sie mit Mitte Zwanzig allein die Unisex-Toilette finden.

Sie finden dieser Vergleich ist übertrieben? Dann schauen Sie sich doch in der heutigen Jugend um – die zwei Extreme finden wir dort immer häufiger.

Wie sollen junge Menschen bei den Eltern und Ausbildern oder Facharbeiter bei Ihren Führungskräften erkennen, ob dort echte Kritik oder wertschätzende Anerkennung ausgesprochen wird, wenn wir vor jedem Donnerbalken einen Indianertanz aufführen.?

Auch als Audiodatei oder Podcast verfügbar

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Das recht Maß finden – so heißt hier unsere Aufgabe!

Im Folgenden stelle ich Ihnen vor:

7 Vorteile, wenn Sie als Führungskraft mit Worten motivieren

1. Mitarbeiter hören besser zu und verstehen – persönlich werden, statt pauschale Verallgemeinerungen

„Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Die ganze Abteilung ist ein reiner Misthaufen“ oder „Sie alle sind lahme Enten, der ist meine Großmutter ja noch schneller und besser unterwegs“

Klingen diese Äußerungen übertrieben? Sie alle stammen aus Gesprächen mit Mitarbeitern. Oft haben Sie mir im persönlichen Gespräch eröffnet, wie sehr es sie persönlich angreift, wenn der Chef oder die Chefin mal wieder zum Rund-Um-Schlag ausholt. Es gibt einen faulen Apfel und dann wird gleich der ganze Korb auf dem Mist geworfen.

Klar gibt es immer mal wieder Mitarbeiter, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Ist es dann aber gerechtfertigt, gleich die ganze Mannschaft anzuklagen?

Wenn gute Mitarbeiter immer wieder im Pauschalurteil des Teams angegriffen werden, verliert sich auch hier die Motivation beim Einzelnen.

Meine Empfehlung: Erkennen Sie Mängel oder Nachlässigkeiten, dann greifen und verurteilen Sie nicht gleich das ganze Team. Suchen Sie eher das Gespräch mit dem Einzelnen. Gehen Sie hier den persönlichen Weg und suchen sie das Gespräch mit dem Mitarbeiter, der hinter ihren Erwartungen zurück bleibt.

 

2. Mitarbeiter lernen die eigene Leistung besser einzuschätzen

Die richtigen Worte finden – das hilft den meisten Mitarbeitern, die eigene Leistung besser einzuschätzen. Das schulische System von eins bis sechs ist hier ein sehr enges Korsett. Doch halfen mir im Abitur (puh ist das schon wieder lange her) die Wertung meiner Lehrer enorm. Welch ein wärmendes Gefühl war es, als ich die 1- unter dem Essay sah. Angespornt hat mich jedoch das Kleingedruckte darunter. Mein Deutschlehrer schrieb in sauberer Schrift dazu: Beim nächsten Mal lese noch mal genau und vermeide Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung, dann kann da auch ein plus hinter der eins stehen.

Diese persönliche Einschätzung ganz außerhalb der Zahlenwelt, zeigte mir, dass der Inhalt Top war. Aber die Form und Darbietung noch echte Lücken aufweist.

So war mein Ehrgeiz geweckt.

Meine Empfehlung:  Nutzen Sie vorhandene Bewertungssysteme, um Ihren Mitarbeitern eine Rückmeldung zu der eigenen Leistung zu geben. Mit den richtigen Worten, den Beispielen, persönlichen Empfindungen, Prognosen oder punktgenauen Hinweisen ermöglichen Sie es Ihren Mitarbeitern sich und die eigene Leistung besser einzuschätzen.

 

3 . Nuancen spornen im Alltag an – streben sie nach dem Icing on the cake

„Das haben sie mal wieder richtig gut gemacht“ – verspricht ein Lob aus dem Munde des Vorgesetzten. Allein der Weichmacher „mal wieder“ nimmt dem Lob die Schärfe.

Ersetzen Sie „mal wieder“ mit konkreten Handlungen, Abläufen, Projekten oder Kontakte.  Je genauer der Zielpunkt beschrieben wird, desto eher kann der Mitarbeiter das auch einordnen. Nicht nur sie als Führungskraft haben viele Dinge gleichzeitig zu erledigen, ihre Mitarbeiter ebenfalls.

Der zweite Weichmacher steckt hier in „gut gemacht“. Adverb und Verb stecken in diesem Satz drin. Fallen Ihnen andere Worte für „gut“ ein? Sehr gut, ausgezeichnet, detailliert, hervorragend, sauber, höflich, zielstrebig, schnell, umsichtig…..den Reigen können wir leicht und schnell für eine lange Zeit fortsetzen.

Wenden wir uns nun dem Verb zu. „Machen“ und „tun“ – da gibt es doch noch so viele weitere schöne Tu-Wörter: geschrieben, formuliert, gestaltet, aufgelistet, zusammengestellt, zusammen geklaubt, recherchiert, analysiert.

Meine Empfehlung: Trainieren Sie Ihren aktiven Wortschatz. Nur wer Nuancen ausdrückt, gibt den Mitarbeitern die Chance, diese auch zu erkennen.

 

4. Kritik erkennen und damit nach Besserem streben

Wenn alles im „in Ordnung“ oder „gut gemacht“ wurde, wie sollen Mitarbeiter erkennen, dass da etwas fehlt. Mein Lieblingsspruch: „Das war gar nicht mal so schlecht“.

Was sagt so ein Satz dem Mitarbeiter? War nicht schlecht, Aber war es jetzt auch gut? Was war denn gar  nicht mal so schlecht? Mit so einer Aussage lassen sie ihre Mitarbeiter im Dunkeln stehen.

Meine Empfehlung: Bemühen Sie sich mindestens immer zwei positive Dinge zu benennen. Ein Mittelmaß anzusprechen und genau eine Sache zu benennen, die sie beim nächsten Mal besser sehen wollen.

Sagen sie also was Ihnen besonders oder gut oder außergewöhnlich gefallen hat. Gehen Sie dann darauf ein, was ausreichend erbracht wurde und wenden Sie sich dann dem Thema oder Aspekt zu, der in der nächsten Arbeit viel besser, umfangreicher, genauer, klarer oder umfänglicher zu bearbeiten ist.

Sie merken schon – die richtigen Worte bringen Ihnen als Führungskraft und den Mitarbeitern nur Vorteile.

Ist es mehr Arbeit? Ja, am Anfang bestimmt, denn sie müssen sich neue Sprechmuster antrainieren. Das gute: sie haben alle Grundlagen dafür. Als Führungskraft haben sie eine Spezialausbildung durchlaufen oder verfügen über besondere Fähigkeiten. Diese spiegeln sich oft in Ihrem passiven Wortschatz wieder. Jetzt ist es Ihre Aufgabe, diesen passiven Wortschatz in den aktiven Gebrauch zubringen.

 

5. Abstumpfung vermeiden – wenn alles immer toll ist, stirbt die innere Motivation – Beispiel Trump: it will be great

Donald Trump wird ja im Moment genaustens unter die Lupe genommen. Vermutlich mehr, als jemals zuvor. Das zeigen auch die vielen Studien, die im Moment im National Association for Communication veröffentlicht werden. Fast wöchentlich kommen neue Essays und Analysen hinzu.

Was vielen gemein ist: unter Donald Trump können wir davon ausgehen, dass es großartig sein wird.

„Make Amerika great again“ spiegelt sich in vielen seiner anderen Aussagen wieder. It will be great, it will be marvelous, it will be stunning.

Alles kommt bei ihm in der Superlative. Wie wirkt das wohl auf die Untertanen?

Wie wirkt das auf Ihre Mitarbeiter? Erwischen Sie sich dabei bestimmte Floskeln oder Formulierungen immer und immer wieder zu verwenden?

Wenn immer alles toll ist oder eben „great“, dann stumpft diese Phrase ab. Auch Ihre Zuhörer schalten innerlich ab.

Meine Empfehlung: Variieren Sie Ihre Formulierungen! Vermeiden Sie Standardphrasen. Gerade als Führungskraft neigen wir dazu uns zu wiederholen. Das ist auch angemessen, denn wir müssen ja unsere Nachricht rüber bringen. Dabei hilft uns aber, wenn wir uns ein umfangreicheres Reservoir an Vokabeln bereit legen. Sagen sie das Gleiche mit unterschiedlichen Worten.

 

6. Ihre Gedanken spiegeln sich in Ihren Handlungen – alte chinesisches Sprichwort: Deine Gedanken werden zu deinen Worten, deine Worte werden zu deinen Taten

An dieser Stelle füge ich ein kleines Video ein, welches vor einiger Zeit meinen Weg kreuzte. Achten Sie auf den Gesichtsausdruck des älteren Mannes. Was er sich wohl gerade denkt?

Was wenn er seinen Gedanken freien Lauf lässt? Wie fällt dann wohl seine Reaktion auf den jungen Mann aus?

Aber auch die Unsicherheit des Mädchen am ersten Schultag. Wie geht es wohl Mitarbeitern, die zu ihrem Team stoßen? Was ein einfacher Gruß ausmachen kann.

Ein altes chinesisches Sprichwort warnt: „Achte auf deine Gedanken, sie werden zu deinen Worten und dann zu deinen Taten.“

Haben Sie sich schon einmal dabei erwischt, wie ihre Gedanken ihre Taten beeinflussen? Hatten Sie eine tolle Nacht? Dann werden auch Ihre Wort schwungvoller, fröhlicher und motivierender. Folgen wir der chinesischen Weisheit, dann folgen Ihre Taten dem selben Muster.

Meine Empfehlung: Achten Sie auf Ihre Gedanken. Nicht jeder Gedanke muss in Worte gefasst werden. Paul Enkmen ( ja das ist der Prof, den wir in seiner ironischen Form aus „Lie to me“ kennen,) spricht davon, dass unser Gesicht in Mikro-Bewegungen unsere Emotionen und damit auch unsere Gedanken äußern.

Geben wir nun diesen Gedanken noch Raum, um in Worte zu kommen, hat das Einfluss auf unsere Taten. Bemühen Sie sich gute, anerkennende und vielleicht so gar wertschätzende Gedanken vorrangig in Worte zu fassen. Das wird Auswirkungen auf Sie und Ihre Mitarbeiter haben.

7. Mehr als nur Worte – ein Lächeln ist ansteckend wie Ziegenpeter

Kennen Sie diese Übungen – auf dem Weg zur Arbeit lächeln Sie jeden Menschen einmal bewusst an. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Lächeln die Menschen zurück oder eher nicht?

Meine Erfahrung als Dozentin ist die: wenn ich den Raum lächelnd und mit guter Laune betrete, dann spiegeln viele Teilnehmer mein Verhalten. Nicht alle, aber viele.

Ich beschreibe diese Begebenheit auch gern mit dem Prinzip der self-fulling prophesy – plus einem kurzen Anstupser. Wenn ich selbst gut gelaunt, offen für Neues und mit einer Portion guter Worte in den Raum gehen, dann spiegeln die Menschen in diesem Raum sehr oft mein Verhalten.

Gerade erst bei meinem letzten Workshop in Rostock wurde ich gefragt, ob das aufgesetzt sei. Hier meine Antwort: Nein.

Aber es ist meine bewusste Endscheidung für die Dauer des Seminars andere Aufgaben, Gedanken oder Herausforderungen zur Seite zu legen. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit und das zeige ich gern mit Wertschätzung und positiven Worten.

Aber fragen Sie auch meine Studies, wenn es nicht so gut ist, wie ich es erwarte, dann gibt es auch hier klare Worte.

Meine Empfehlung: Unser Verhalten und wenn es nur ein kurzes Lächeln ist, wird von vielen Menschen in unserer direkten Umgebung gespiegelt. Achten Sie deshalb bewusst auf Ihre Mimik und Körpersprache – ohne dabei ins  Schauspielern zu verfallen.

Probieren Sie es einfach einmal in Ihrer nächsten Pause aus. Gehen Sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen durchs Haus. Achten Sie dabei auf die Reaktionen Ihrer Mitarbeiter.

Wiederholen Sie das in den nächsten Tagen ein bis zweimal.

 

Fazit:  Unsere Worte werden zu Taten. Achten Sie daher auf Ihre Worte.

 

Für Ihre Mitarbeiter haben Ihre Worte oft genauso viel Gewicht wie Ihre Taten. Vergessen Sie den alten Spruch – Worte sind wie Schall und Rauch.

Worte werden zu Taten – entweder zu Ihren eigenen oder den Taten Ihrer Mitarbeiter.

Nutzen Sie diese 7 Vorteile, um Ihre Mitarbeiter bewusst mit Ihren Worten zu lenken. Lob tut gut, aber nicht jeder kleine Pups muss gelobt werden.  Wertschätzen Sie wirkliche Leistung und geben Sie ehrliche und hilfreiche Rückmeldung an Ihre Mitarbeiter. Nach einiger Zeit werden Sie eine Veränderung bemerken. Vermutlich die erste: Ihre Mitarbeiter spiegeln Ihr eigenes Verhalten als Führungskraft. Stellen Sie sich einfach einmal vor, wie es wäre, wenn Ihre Mitarbeiter sie morgens mit einem Lächeln und wertschätzenden Worten begrüßen oder Ihnen ehrliche Rückmeldungen geben?

Zu viel des Guten? Dann finden Sie ihren eigenen Weg die Arbeit Ihrer Mitarbeiter anzusprechen.

 

Nutzen Sie das Summer-Camp für Führungskräfte:

Die Macht der positiven Worte – Wertschätzung und Anerkennung durch den Sandwich-Manager.

Mit diesem Thema bin ich beim diesjährigen Summer-Camp für Führungskräfte dabei.

Welche anderen fünf Dozenten und Berater dabei sind, sehen Sie wenn Sie nun auf den Link klicken.

Wir zeichnen das Summer-Camp auf, so dass Sie jeder Zeit die Möglichkeiten haben die 6 praxisnahen Webinare nachzuschauen. Jetzt dabei sein…KLiCKEN.

 

In Führung gehen - Summer-Camp für Führungskräfte

Auf der Rhetorischen Treppe zur erfolgreichen Präsentation

Finden sie sich oft in der Situationen, dass die Zeit verrinnt und Ihr Blatt immer noch leer bleibt.

Dann ändern Sie das jetzt!

Nutzen Sie eine Technik, die schon Aristoteles kannte und Cicero verfeinerte. Den letzten Feinschliff gab Joachim Knape.

Allesamt Größen der klassischen Rhetorik.

Die Technik, die ich meine … ist die rhetorische Treppe.

Sechs einfache Schritte haben schon unzählige Menschen dabei unterstützt Ihre Reden und Präsentationen zu erstellen.

Damit auch Sie es einfacher haben, hier die sechs wichtigen Schritte um eine Präsentation oder Rede zu erstellen.

  1. Grenzen Sie Ihr Thema ein. Je präziser, desto wertvoller wird die Präsentation für Sie und Ihre Zuhörer.
  2. Alles ist erlaubt! Sammeln Sie alle Informationen und gehen Sie unbelastet ran. Mit der weiteren Struktur ergeben sich dann die wichtige Inhalte. Sammeln Sie Beispiele, Bilder, Anekdoten, Statistiken, Zitate, Formeln, Texte oder Interviews. Unsere Welt ist so voll von guten Inhalten, lassen Sie alles zu.
  3. Stutzen Sie die Inhalte zurecht. Jetzt kommt es darauf an, wichtige, von unwichtigem zu trennen. Die guten Informationen auszuwählen und Ihre Zuhörer zu unterhalten. Jetzt kommt es auf die Struktur an!
  4. Finden Sie die richtigen Worte. Früher schrieben die Rhetorikschüler alles auf Wachstafeln – wie haben Smartphones. Nutzen Sie die moderne Technik, um an Ihren Formulierungen zu feilen.
  5. Früher rezitierten die Redner Ihre Reden – heute nutzen wir modernen Medien, um unsere Reden zu präsentieren. Setzen Sie Folien und Flipcharts sinnvoll ein, um Ihre Rede darzustellen. Auswendiglernen gehört da nicht mehr dazu.
  6. Auf den Vortrag kommt es an! Damals wir heute überzeugen wir unsere Zuhörer nur durch unseren Auftritte. Setzen Sie alles auf eine Karte und glänzen Sie mit Worten, Gesten und Spannung.

Das wichtigste aber — lassen Sie Ihre Zuhörer nicht im Regen stehen. Sprechen Sie klar und deutlich aus, was Ihre Zuhörer nach Ihrer Präsentation oder Rede genau machen sollen.

Denn nur mit Ihren Abschlussworten und Ihrer Handlungsaufforderung verändern Sie die Welt mit Ihren Worten.

Also nutzen Sie diese 6 Schritte, um Ihre Reden und Präsentationen zu erstellen.

Weitere Details und meine persönliche Unterstützung gibt es im brandneuen Webinar:

Auf der rhetorischen Treppe zur erfolgreichen Präsentation

Jetzt einfach den online Kurs buchen oder sich zum live Webinar anmelden.

 

 

 

 

 

 

 

 


Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz im neuen live Webinar. (KLiCK)

In diesem Webinar verrate ich alle die weiteren kleinen und große Zwischenschritte auf der Rhetorischen Treppen.

Außerdem gibt es eine ausführliche Checkliste, die Sie für jede weitere Präsentation nutzen werden.

Und ja, wir werden Zeit haben für Ihre Fragen. Auf den Austausch mit Ihnen freue ich mich besonders.

Judith Torma

 

Rhetoriktipp 107: Fragen zu lassen – ja oder nein? Ja und Nein!

Letzte Woche fand das Webinar: Lampenfieber einplanen und genießen statt. ( Wer mag, findet hier die Aufzeichnung).

Fragen bereiten Lampenfieber. Sollen wir zulassen: ja oder nein?

Eine Teilnehmerin berichtet, dass Ihr Fragen immer Lampenfieber einjagen.

Sollte Sie Fragen während der Präsentation zu lassen oder lieber darauf verweisen, dass es  am Ende Zeit für Fragen und Diskussionen gibt.

Hier nun meine Antwort: Es  kommt darauf an!

Es kommt darauf an, was für eine Präsentation Sie geben

Ein Kunde von mir hat vor Kurzem auf einer Fachmesse einen Vortrag gehalten. Zeitvorgabe 25 Minuten und 5 Minuten Diskussion.

Er hatte sich entschieden keine Fragen während der Präsentation zu zulassen, einfach weil die Zeit randvoll verplant war. Allerdings arbeitete er mit rhetorischen Fragen? Also mit Fragen, die eine ganz bestimmte Antwort erwarten lassen.

Mit dieser Strategie – der antizipierten Fragen – strukturierte er seine Präsentation.

In der Diskussionsrunde kamen dann gezielt Fachfragen. Da einige weitere Fragen kamen, aber über die Zeit hinaus gingen, bot er an, am Messestand zu antworten.

Brawo – denn so kamen mehrere Zuhörer an den Messestand und er hatte alle Zeit der Welt, um auf die Fragen einzugehen.

Alternative: Präsentationen durch Fragen gezielt aufbauen

Eine andere Kundin von mir stand das erste Mal vor ihrem neuen Team. Sie hatte eine Stunde eingeplant, um ihre Ideen für die neue Zusammenarbeit vorzustellen.

Von Anfang an, bat Sie die Mitarbeiter sich sofort zu Wort zu melden, wenn sie etwas nicht verstanden hatten oder eine Anmerkung machen wollten.

Auch Sie hatte eine Präsentation von 25 Minuten vorbereitet. Als wir gemeinsam das Projekt besprachen, planten wir jedoch an 3 Stellen ganz gezielt Fragen von Mitarbeitern ein.

Fragen antizipieren: ja, das lässt sich lenken! Pausen, Satzformen oder auch Gestik und Mimik sowie unsere Körpersprache laden ein Fragen zu stellen oder riegeln jede Interaktion ab.

 

Es kommt also darauf an, was Sie mit Ihrer Präsentation erreichen wollen.

Keine Fragen während der Präsentation zu lassen

  • weil die Zeit genau verplant ist
  • weil es die Information überwiegt
  • weil der Standpunkt überwiegt
  • weil sich eine Diskussionsrunde anschließt
  • weil sie selbst Fragen beantworten (rhetorische Fragen)
  • weil sie so den Rahmen setzen

Ziel solcher Fragen-freier-Präsentationen ist meist ein gezielter Informationsfluß

 

Fragen während der Präsentation zu lassen

  • weil Wissen vermittelt wird
  • weil Austausch gesucht wird
  • weil Antworten der Zuhörer die Richtung der Präsentation bestimmt
  • weil genügend Zeit vorhanden ist
  • weil sich durch gesteuerte Zuhörerfragen in die Tiefe vorgedrungen wird
  • weil es sich um ein Lehrgespräch handelt
  • weil wir sicher stellen wollen, dass alle mitkommen.

Ziel von Fragen-aufgreifenden-Präsentationen ist häufig der Dialog und die Wissensvermittlung

Es kommt also darauf an, was Sie mit Ihrer Präsentation erreichen wollen.

Fazit:

Präsentationen gewinnen sowohl durch Fragen zwischendurch als auch erst am Ende. Die spannende Frage ist immer, was wollen Sie damit erreichen?

Erkenntnis 1:

Ich liebe Fragen zwischen den Präsentationen und ich baue ich Sie regelmäßig mit ein. Nur weil das aber für mich und meine Zuhörer genau richtig ist, muss das für andere gar nicht passen. Vor kurzen hatte ich einen Teilnehmer, der sich beschwerte, dass er bei allem einbezogen wurde. Ihm hätte es gereicht einfach nur zu erfahren, was ich zu sagen hatte. Der Lernweg war ihm egal.

Es kommt also darauf!

Erkenntnis 2:

Es lässt sich nur sehr schwer planen, wie viel Zeit Fragen und deren Antworten in Anspruch nehmen. Einer meiner Kunden übte vor kurzem sein erstes Webinar. Es war genau auf 30 Minuten ausgelegt. Mit uns Testeilnehmern dauert es aber gute 45 Minuten.

Fragen brauchen Zeit! Wenn Sie diese haben oder einplanen, bereichern Fragen aus dem Publikum unsere Präsentation – nehmen aber auch Zeit in Anspruch. Daher Erkenntnis 2 – Fragen sind oft Zeitdiebe – also genügend Zeit einplanen oder Fragen zum Ende hin fokussieren.

Übrigens: Es gibt keine dumme Fragen!

Oft höre ich ein Zögern bei meinen Teilnehmern in der Stimme, in der Mimik, vor allem aber in der Wortwahl. Wenn Sie zu den zögernden Stimmen gehören – seien Sie sich bewusst: Es gibt keine dummen Fragen.

Es kann nur sein, dass ich nicht gleich eine Antwort darauf habe oder mich in der Thematik nicht auskennen. Aber auch das ist kein Beinbruch, ganz nach dem Motto meines Großvaters: Wenn ich es nicht weiß, so weiß ich doch zumindest wo ich nachlesen kann.

Damit wünsche ich Ihnen Erleuchtung genau zu wissen, ob und wann Sie Fragen aus ihrem Zuhörerkreis zu lassen.

Sobald Sie wissen, ob ja oder nein, dann ist der Weg zur Umsetzung frei.

Details darüber, wie wir Fragen lenken, bewusst einplanen oder auch kanalisieren erhalten Sie als Teilnehmer meines online Seminars: Überzeugend Reden – Start des nächsten Gruppenkurses ist am 11.04.2017

Diese 5 Erfolgsbremsen halten Sie von erfolgreichen Präsentationen ab

Zum Jahresende blicken viele Menschen auf das zurückliegende Jahr. Manch einer fragt sich dann: Warum hat das eigentlich nicht so geklappt, wie ich das geplant hatte.

 

Gerade in der Rhetorik erlebe ich das immer wieder. Menschen finden zu mir, weil die letzte Präsentation oder der Vortrag auf dem Kongress so gar nicht so verlief, wie gedacht.

 

Lösen Sie die 5 typischen Erfolgsbremsen in Präsentationen

 

Es sind immer wieder die selben typischen Erfolgsbremsen, die uns davon abhalten überzeugende, mitreißende und informierende Präsentationen zu halten.

Lösen Sie nun die fünf typischen Erfolgsbremsen und rocken sie ihre nächste Präsentation.

 

1 Sie haben kein Ziel

 

Naja doch so irgend wie! Aber ein richtig konkretes Zielt? Ja Sie wollen, vielleicht unter Umständen, dass Ihre Mitarbeiter mitziehen und Sie in diesem neuen Projekt unterstützen. Aber welches Ziel verfolgen Sie damit genau? Jedes Ziel braucht eine konkrete Handlungsaufforderung.

Welches Ziel, welchen konkreten Handlungsaufruf haben Sie für Ihre Mitarbeiter, Kunden oder Vorgesetzten?

 

gluehbirne_randSetzen Sie sich ein konkretes Ziel für Ihre Präsentation!

 

 

Bevor Sie überhaupt die erste Folie entwerfen oder an der Struktur arbeiten – heißt es stattdessen: Setzen Sie sich 1 konkretes Ziel für diese Präsentation!

 

Wie lautet Ihr Ziel? Schreiben Sie es auf – jetzt, damit Sie es ja nicht wieder vergessen.

 

Warum ist das so wichtig? Jeder kann einfach nur so drauf loslaufen, aber Menschen mit eine konkreten Ziel – die laufen zielstrebiger, richtungsweisend und selbstbewusster.

 

Sobald Sie ein konkretes Ziel für ihre Präsentation setzen, werden auch sie zielstrebiger arbeiten, richtungsweisend formulieren und selbstbewusster Auftreten.

 

Sie beginnen deshalb am Besten damit ihren letzten Satz für die Präsentation jetzt aufzuschreiben. Wie lautet wohl dieser letzte Satz? Was wird er bei Ihren Zuhörern auslösen? Welche nächsten Schritte unternehmen Ihre Zuhörer dann von ganz fast allein.

 

Also auf in die Tasten, ran ans weiße Blatt und schreiben Sie ihren letzten Satz jetzt auf. Dieser letzte Satz, ist die Richtschnur für ihre gesamte Präsentation.

 

2 Ihre Präsentation löst keine Handlung aus

 

Wenn Sie nur Präsentieren, um zu präsentieren, dann ist das so, als ob wir nur reden um zu reden. Unser Prof. Joachim Knape sagte immer wieder: L’art pour l’art – oder Reden um zu reden ist keine Rhetorik.

 

Genau das ist es! Rhetorik will Handlung auslösen. Wenn Ihre Präsentation keine Handlung auslöst, dann löst sie auch kein Problem. Dann präsentieren sie nur um zu präsentieren. Wem ist damit geholfen oder ist es dann einfach nur wie ein ewig lang gezogener Kaugummi.

 

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Welche Handlung löst Ihre Präsentation aus?

 

Haben Sie darauf eine Antwort? Was werden Ihre Zuhörer nach dem Ende Ihrer Präsentation tun? Handlung auslösen durch rhetorische Mittel – das ist eine wahre Kunst. Sind Sie Meister in dieser Kunstfertigkeit? Dann üben sie sich!

 

Ihre Präsentation braucht ein klares Ziel und mit diesem klaren Ziel ist eine Handlung verbunden. Wie sieht diese Handlung aus? Werfen sie ihr Kopfkino an und lassen sie die Bilder laufen? Was stellen Sie sich vor, dass Ihre Mitarbeiter, Kunden oder Chef im Anschluss an Ihre Präsentation unternehmen werden?

 

Wenn Sie diese Bild zum Laufen gebracht haben, dann setzen sie diese Bilder nun in Worte um.

 

Welcher Slogan, welches Bild, welches Beispiel verdeutlichen ihre Handlungsaufforderung. Notieren Sie sich jetzt dieses Bilder! Beschreiben Sie im Schlusssatz – welche Handlung sie nun als nächsten Schritt von Ihren Zuhörern erwarten!

 

Für etwas eintreten, sich stark machen, dafür stimmen, jemanden unterstützen, Daten bearbeiten, sich Gedanken machen, Aufgaben verteilen…..die Liste lässt sich leicht verlängern.

 

Jetzt sind sie dran!

 

3 Es bleiben zu viele Optionen offen

 

Na klar – viele Wege führen nach Rom und keine von uns hat die Weisheit mit Löffeln gefuttert. Wenn Ihre Präsentation diese  Bilder entstehen lässt, dann hinterlassen sie ratlose Zuhörer.

 

Machen Sie es ihren Zuhörern leicht eine Entscheidung zu treffen. Das kann ein ja oder nein sein, aber auch ein so oder so.

 

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Zeigen Sie Konsequenzen auf, dann kann der einzelne Zuhörer eine qualifizierte Entscheidung treffen. 

 

Wer einfach nur Dinge präsentiert, ohne sie zu bewerten, erschwert die Arbeit der Zuhörer. Wenn Sie den Auftrag bekommen einen Sachverhalt innerhalb einer Präsentation darzustellen, dann gehört eine Bewertung von Ihnen dazu.

 

Bringen Sie so viel wie möglich über Ihre Zuhörer in Erfahrung. Nutzen Sie zum Beispiel das Intratnet oder auch soziale Netzwerke wie Xing für Ihre Adressatenanalyse.

 

Sie haben die Aufgabe, das größte Kuchenstück zu vernaschen und den anderen zu sagen, ob es sich lohnt das verbleibende Stück selbst zu essen, einen neuen Kuchen in Auftrag zu geben oder mit einer Lebensmittelvergiftung klar zu kommen.

 

Sie haben das Risiko, sie haben eine Bewertung abzugeben.

 

Es gibt noch viele weitere Kriterien, die ihre Glaubwürdigkeit beeinflussen, aber allein der Fakt, dass Sie eine Bewertung der Situation vornehmen, macht es Ihren Zuhörern einfacher dafür oder dagegen, für das eine oder das andere zustimmen.

 

Nehmen sie ihren Zuhörern die größte Arbeit ab und bewerten sie die Optionen und sprechen sie eine Empfehlung aus.

 

4 Sie wissen zu wenig über die Bedürfnisse Ihrer Zuhörer

 

Heute klappt es, morgen mutiert die gleiche Präsentation zu einem Monster und fallen mit Pauken und Trompeten durch.

 

Warum ist das so?

 

Weil kein Publikum wie das andere tickt.

 

Als Führungskraft ist es oft Ihre Aufgabe Projekte, Vorhaben oder Ergebnisse mehrmals vorzutragen. Typische Zielgruppen sind hier natürlich ihre eigenen Mitarbeiter und Kooperationspartner, aber auch die eigenen Vorgesetzten oder Kunden.

 

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Alle drei Zuhörergruppen setzen sich unterschiedlich zusammen, haben verschiedene Bedürfnisse und divergierende Erwartungen.

 

Wenn Sie jetzt die gleiche Präsentation allen drei Zuhörergruppen präsentieren und immer das Gleiche sagen, dann kann es bei einer Gruppe einschlagen wie ein Lottogewinn und bei den anderen einen fahlen Geschmack hinterlassen.

 

Warum? Weil jeder Zuhörer sich in der jeweiligen Präsentation wieder erkennen muss. Dass heißt die Beispiel, die Praxiserfahrungen, die Tiefe der Information, die Auswahl der Argumente dafür oder dagegen hängt stark von der jeweiligen Zielgruppe ab.

 

Wandeln Sie die Grundpräsentation in Bezug zu ihrem jeweiligen aktuellen Zuhörerkreis ab!

 

Keine Rede oder Präsentation ist wie die andere – nicht mal bei gleichem Inhalt!

 

5 Sie sprechen nicht die gleiche Sprache

 

Schnell sind Abkürzen ausgesprochen, der Fachjargon übernimmt dann gern die Regie und hängt ihre Zuhörer ab. Nicht jede Präsentation muss so formuliert werden, dass unser Kind oder unsere Oma versteht, wovon wir sprechen. Aber ein fachkundiger Laie sollte unseren Ausführungen mühelos folgen können.

 

gluehbirne_randFinden Sie eine gemeinsame Sprache

 

Die klassische Rhetorik unterscheidet drei Sprachstile. Jetzt zu sagen, der eine ist es – über diese Brücke gehe ich heute nicht mehr.

 

Um zu überzeugen benötigen wir einen gesunde Mischung der Sprachen. Einfache Sprache spiegelt sich in leicht verständlichen Geschichten, Beispielen und kurzen Sätzen wieder.

 

Eine Fachsprache zeichnet sich vor allem durch Klarheit aus. Sie ist, wenn auch nicht eindeutig, nur sehr bedingt interpretierbar. Häufig entwickeln Firmen ein eigenes „corperate wording“. Begriffe, die innerhalb des Unternehmens Gang und Gebe sind, aber schon für neue Mitarbeiter, Kooperationspartner und vor allem für Kunden verwirrend sein können.

 

Nutzen Sie dort Fachvokabular, wo es die Verständlichkeit unterstützt. Setzen Sie gleichsam im Satzbau auf Einfachheit.

 

Unser Gehirn kann nur bedingt Informationen aufnehmen, speichern und verarbeiten. Hierfür benötigen wir Pausen.

 

Damit die gemeinsame Sprache im Gehirn ihrer Zuhörer mit bekanntem Wissen verknüpft werden kann, ist es wichtig mit übersichtlichen Strukturen zu arbeiten, mit der Wortwahl zu spielen und über Pausen die Geschwindigkeit zu regulieren.

 

Geben Sie sich und ihren Zuhörern genügend Zeit, dass neu Gehörte mit dem alten Bekannten in Verbindung zu bringen.

 

Meine Erfahrung zeigt mir, dass das Wesentliche in einfacher, klarer und nachvollziehbarer Sprache Brücken schlägt. Aber gerade auch die Tendenz fachlicher und gehobener zusprechen setzt auf die Maxime der „puritas“. Wenn ein einfacheres Wort Klarheit verschafft, dann nutzen sie das einfachere Wort – auch bei Vorständen oder Professoren.

Denken Sie dabei an die Erklärung der Dampfmaschine in der guten alten Feuerzangenbowle! Wie hat dieser alte Kauz das noch mal beschrieben?

 

Welche dieser fünf Erfolgsbremsen lösen sie am leichtesten?

Jetzt bin ich gespannt! Bei welcher Bremsen setzen sie am leichtesten an? Wo nehmen sie Fahrt auf und werden so zu dem Redner, der in Ihnen schlummert?

 

 

Sind Ihre Bremsen festgefahren, dann holen sie sich Unterstützung. Überzeugend reden und präsentieren ist erlernbar – wie, dass zeige ich hier:

Jetzt mehr Erfahren, wie Sie den Redner in sich wecken!