#Rhetoriktipp 62 Hilfe bei Blackout – zusammenfassen worüber Sie bisher sprachen

Zu den größten Ängsten von vielen Menschen gehört es, mitten im Vortrag stecken zu bleiben, den roten Faden zu verlieren – einen typischen Blackout zu erleben.

Ein Blackout ist auch für die Zuhörer unangenehm, denn sie wollen helfen und können oft nicht.

Mein Rhetorik-Tipp 62 lautet daher: Beim Blackout hilft, wenn Sie zusammenfassen, worüber Sie bisher sprachen.

Am Anfang einer Rede ist das sicherlich schwieriger, wenn Sie bereits einen Teil Ihres Vortrages oder Ihrer Rede gehalten haben, fällt es gar nicht auf, dass Sie einen Blackout haben.  Das schöne ist ja, dass Ihre Zuhörer nicht im Detail wissen wie Sie Ihren Vortrag geplant haben oder wann Sie was sagen wollten.

Für solche Fälle lege ich mir selbst auch eine Übersichtskarte an. Meist ist es ein gestaltetes Flipchart oder eine Moderationskarte. Dort habe ich für jedes Thema ein Stichwort aufgeschrieben. Ein Blick auf so einen Rettungsanker hilft in den meisten Fällen bereits.

Typische Formulierungen gegen Blackout

Wenn Sie also Ihren Rettungsanker ablesen, dann nutzen Sie folgende Formulierungen

„ich sprach bisher über…“

„soweit habe ich folgende Aspekte beleuchtet…“

„im ersten Teil meiner Rede konzentrierte ich mich auf …“

Nun ist der Übergang zum nächsten Thema viel einfacher. Schließlich steht das nächste Stichwort  auf Ihrem Rettungsanker. Außerdem gönnten Sie Ihrem Unterbewusstsein hatte ein paar Augenblicke Zeit um sich zu sammeln und für Ihre Zuhörer vertiefte die Zusammenfassung das bisher Gesagte.

Sie sehen, so schlimm ist ein Blackout gar nicht, wir müssen nur richtig darauf reagieren.

 

Frage an meine Leser

Wie geht es Ihnen als Zuhörer? Empfinden Sie kurze Blackouts, den verlorenen Roten Faden als ein so arg furchtbares Erlebnis oder blieb die Glaubwürdigkeit des Redners erhalten?

Ja, ich will die 100plus Rhetoriktipps haben 


 

copyright 2018 Judith Torma Gonçalves, M.A.