Rhetorikerin Judith Torma beantwortet Ihre Fragen zur RhetorikPräsentationen gehören heute in jeden Fachbereich. Dabei spielt die Wahl der Medien nur noch eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist dabei nur, dass Sie Ihre Präsentationsmedien aus dem Effeff beherrschen – egal ob Powerpoint, Metaplan, Flipchart oder das Model auf dem Tisch.

Ausschlaggebend ist dabei eher, wie sehr Sie es schaffen, dass Ihre Persönlichkeit ein Teil der Präsentation wird. Sie als Person überzeugen, nicht nur der Inhalt. Zahlen allein sprechen nicht für sich.

5 Tipps für Ihre nächste Präsentation

Aus diesem Grund gebe ich Ihnen heute 5 einfache Techniken, die Ihre Präsentation aufpeppen und dabei gleichsam unterhaltsam, informativ und handlungsrelevant werden lässt.

1. Tipp: Fallen Sie mit der Tür ins Haus

Der überwiegende Teil der Präsentationen und Reden beginnen mit einem Grußwort, meist meine sehr geehrten Damen und Herren. Mit diesem ersten Sätzen locken Sie jedoch niemanden hinter dem Ofen vor. Sinnvoller ist es daher, mit der Tür ins Haus zu fallen. Einen Redeanfang zu wählen, der alle beteiligte gleich ins Thema zieht. Dazu benötigen Sie treffende und spannende Ohrenöffner. Dazu hören (Podcast) Sie hier einiges oder holen sich den Selbstlernkurs 10 Tipps zum Redeanfang.

2. Tipp: In der Kürze liegt die Würze

Arbeitszeit und Lebenszeit sind für uns alle wichtig. Daher empfehle ich Ihnen Ihre Präsentationen so kurz wie möglich und so lang wie nötig zu erstellen. Überlegen Sie immer, ob diese Slide oder jener Flipchart noch einmal nötig sind. Welchen Vorteil bringt es Ihnen und Ihren Zuhörern einen Text abzulesen vielleicht sagt ein Bild oder ein Zitat viel mehr. Gehen Sie mit dem Geschenk Zeit sehr sinnvoll um und machen Sie das beste aus der Zeit, die Ihnen Ihre Zuhörer schenken.

3. Tipp: Kopfkino anschalten

Manchmal ist es sinnvoll neue Wege zu gehen. Es muss ja nicht immer gleich ein Musical sein, aber mehr als ein abgelesener Vortrag ist bei vielen drin. Hier stelle ich Ihnen einen neuen Trend aus den USA vor, den wir in einfacher Variante abzu auch mit einem Schmunzeln darbieten können. Wenn es mit Freude und Leidenschaft einher geht, lassen sich auch schwierige Themen einfach, unterhaltsam und überzeugend darbringen.

4. Tipp: Praxisbezug herstellen

Hintergrundwissen und Theorie sind wichtige Grundlagen, um neue Dinge zu entwickeln. Gerade aber Anwender, Menschen also, die Routinen oder Vorgänge einfach nur im Alltag einsetzen wollen oder müssen. Stellen Sie daher immer den Praxisbezug her. Zeigen Sie die Theorie in Grundzügen und bieten Sie an bei Bedarf und Interesse tiefer in der Diskussionsrunde einzutauchen, heben Sie den Nutzen im Alltag jedoch viel stärker hervor. Anwendbarkeit, Arbeitserleichterung und einfach Umsetzung sind für die meisten Menschen wichtiger als der theoretische Hintergrund.

5. Tipp: Klarer Handlungsaufruf

Sobald wir zum Vorredner werden, also zu Menschen, die andere begeistern und überzeugen wollen die Welt neu oder anders anzugehen, stehen für einen Handlungsaufruf.  Oft enden Präsentationen jedoch mit dem Satz „Danke für Ihre Aufmerksamkeit.“ Damit vergeuden Sie Schießpulver. Der letzte Satz einer Präsentation, Rede ja sogar dieses Newsletter, bringt allen Beteiligten mehr, wenn wir den Letzten Satz mit einer klaren Handlungsaufforderung verbinden.

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