Rhetoriktipp #106 gute Rhetorik beginnt im Herzen

Was im Herzen beginnt, das geht zu herzen! Gute Rhetorik beginnt immer im Herzen.

Gute Rhetorik beginnt im Herzen

Die klassische Rhetorik kennt den Begriff des „telos“. Der innere Beweggrund!

Haben Sie so einen inneren Beweggrund, der Sie dazu treibt zu anderen zu sprechen?

Über all in meinen Unterlagen, auf der Webseite, bei Twitter, Facebook, im Blog finden Sie immer wieder dieses Bild von mir.

 

Rhetorik beginnt im Herzen

 

Unten steht  die Person, die für etwas brennt, aber der Funke springt nicht so richtig über. Tolle Ideen verblassen, weil sie keiner hört.

Dieses Herz jedoch, das schlägt weiter.

Mit der klassischen Rhetorik steigern Sie Ihre Chancen, dass dieser kleine feine Funke überspringt und sie so die Welt mit Worten verändern.

Was passiert, wenn Rhetorik im Herzen beginnt?

Es gibt so viele Themen in der Rhetorik, an denen wir uns abarbeiten können, wenn wir jedoch für unser Thema brennen, fallen uns diese 3 wichtigen Aspekte leicht.

  1. Wir haben Bilder im Kopf

    Sobald wie über ein Thema sprechen, für das wir Feuer und Flamme sind, dann greift unser Kopf automatisch auf Bilder zurück. Wir kennen ja unser Thema, stehen mittendrin und greifen auf viel Bekanntes zurück.

    Die Bilder, die wir im Kopf haben, lassen sich auch leichter  zum wertvollen Kopfkino für unsere Zuhörer umwandeln.
    Denken Sie jetzt bitte an ein Thema, dass Ihnen echt wichtig ist. Wie viele Bilder schwirren da jetzt durch Ihren Kopf? Schnappen Sie sich ein Stückpapier und halten sie diese Bilder fest. Jetzt.

  2. unzählige Beispiele liegen auf der Hand

    Wenn ich darüber berichten sollte, warum es sich für junge Menschen lohnt als AuPair ins Ausland zu gehen, dann habe ich gleich ein Dutzend oder mehr Beispiele an der Hand, was mir meine AuPair Zeit in den USA gebracht hat.
    Welche Kompetenzen ich dadurch erworben haben, welche Grenzen ich überschritt und was das für meine Kommunikation bedeutet hat.

    Themen, für dich wir brennen, sind oft Ansteckend wie Ziegenpeter und mit etwas Fieber oder Feuer geht es noch schneller.
    Aufgabe: Denken Sie jetzt an Ihr Herzensthema – welche Beispiele fallen Ihnen ein, wo eine Veränderung oder Umsetzung sich an Beispielen fest machen lässt. Auf wie viele Beispiele schaffen Sie es?

    Bestimmt stellen Sie jetzt fest, dass die Bilder im Kopf und die Beispiele mit einander in Verbindung stehen und das geht gut. Denn diese Bilder und Beispiele lassen sich nun wunderbar nutzen um mit der Gefühlsargumentation eine Brücke zu Ihren Zuhörern zu bauen.

  3. Ihre Körpersprache leuchtet wie ein Leuchtturm auf hoher See

    Für viele Menschen ist die Frage nach der Körpersprache eine der wichtigsten, warum sie ein Rhetorikseminar belegen wollen. In meinen Anfangsjahren, habe ich mich immer gefragt warum nur? Es kommt doch auf die Struktur an und die Argumentationslinie. Wieso ist da die Körpersprache so wichtig.

    Meine Erkenntnis: wenn der Inhalt nicht stimmt, dann verrät uns die Körpersprache. 

    Das wollen natürlich die wenigsten.

    Wenn wir uns sicher sind, worüber wir sprechen, was wir zu sagen haben, welcher Struktur wir folgen, dann kommt auch die Körpersprache an ihren an bestimmten Platz. Wenn wir sicher sind,  was wir sagen wollen, dann kommt das wie fast von allein. Sobald beides im Einklang ist, fängt unser Leuchtturm an zuleuchten.
    Unsere Körpersprache untermalt unsere Worte, sobald wir über unser Herzensthema sprechen und mit anderen teilen.

Was, wenn das Thema nicht aus dem Herzen kommt?

Es ist natürlich super, wenn wir in unserem Beruf auch unsere Berufung gefunden haben.

 

Was aber, wenn wir Themen haben, bei denen unsere Herzen nicht in wildem Rhythmus ausbrechen?

Finden Sie das Plankton im Thema und lassen Sie dann ihr Herz sprechen.

An jedem Thema gibt es etwas, das wir befürworten, gut finden, eine Basis darstellt. Nehmen Sie Stellung zu den Plankton Aspekten eines Themas, bei dem Sie Ihren inneren „telos“ – ihren inneren Beweggrund wahrnehmen.

Über viele Jahre lang war Lampenfieber so ein Thema für mich. Immer wieder wurde ich dafür angefragt und es interessierte die Teilnehmenden in meinen Seminaren ungemein.

 

Für mich über Jahre hinweg unverständlich.

Lampenfieber gehört für mich dazu und ist sehr positiv besetzt.

Hier einen Zugang zu finden war schwierig!

 

Heute habe ich einen guten Ansatz gefunden, um über dieses Thema zu sprechen. 6 Moment in der Präsentationsvorbereitung entschärfen oder formen erst Lampenfieber.

 

Zu Gast war ich bei Thomas Reining zu diesem Thema – hier finden den Podcast und auch einen gratis Zugang zum online Videokurs „17 Tipps gegen Lampenfieber“. Hier geht es zum Podcast zum Thema Lampenfieber KLiCK

 


Welche Herzensthemen bringen Sie zum Leuchten?

Rhetorik beginnt im HerzenWie ist das nun bei Ihnen, liebe Leser? Für welche Themen brennen Sie? Stellen Sie die 3 Dinge auch bei sich fest? Bilder im Kopf? Beispiele an der Hand und eine Körpersprache, die leuchtet?

Ich bin sehr gespannt, welche Themen sie innerlich so bewegen, dass Sie darüber mit brennendem Streichholz in der Hand vor anderen sprechen können.

Bitte kommentieren Sie oder schicken sie mir eine E-Mail.

 

 

Lassen Sie den Funken überspringen, nutzen Sie Einzeltrainings, um ihren inneren Beweggrund leuchten zu lassen.

13. Dezember 2016
copyright 2018 Judith Torma Gonçalves, M.A.