#Rhetoriktipp 101 – Xing als soziales Netzwerk in der antizipatorischen Adressatenanalyse nutzen

Lerne du die Menschen kennen, denn Sie sind veränderlich, die dich heute Freundin nennen, sprechen morgen über dich.

Poesie-Spruch

Nutzen Sie Xing, um Ihre Zuhörer und Gesprächspartner  kennenzulernen?

Eine Schulfreundin hat mir genau diesen Spruch vor vielen vielen Jahren ins Poesiealbum geschrieben. Auch wenn hier die Bedeutung „sprechen über dich“ eher negativ angehaucht ist – was wäre, wenn Ihre Gesprächspartner und Zuhörer wirklich über Sie sprächen?

Was gäbe es da wohl zu erinnern? Wir wollen ja in guter Erinnerung bleiben!

Nun um in guter Erinnerung zu bleiben, müssen wir unsere Zuhörer kennen. Deshalb habe ich vor Kurzem versucht gut 100 meiner Leser des Rhetoriktipps ausfindig zu machen und mehr über sie zu erfahren.

Rhetoriktipp: Nutzen Sie soziale Netzwerke um mehr über Zuhörer und Gesprächspartner zu erfahren

Probieren Sie es aus.

Soziale Netzwerke bauen uns eine Brücke, um als Rhetor auf unsere Zuhörer gut einzugehen.

Das habe ich selbst noch einmal ganz deutlich vor Augen bekommen in der Zusammenarbeit mit Sabine Piarry und Ihrer Xing-Staffel

 

Meine Empfehlung

Besuchen Sie doch einfach einmal ihr eigenes Xing-Profil.  Entscheiden Sie so ganz bewusst was andere über Sie wissen dürfen. Denn Ihre Gesprächspartner gehen bestimmt ähnlich vor. Viele sagen ja Xing ist tot, aber bekanntlich leben Totgesagte länger. Xing als Kontaktenetzwerk ist ein lebendiges Adressbuch.

Für den nächsten Rede- oder Gesprächsanlass empfehle ich Ihnen dann Xing oder andere soziale Netzwerke zu nutzen, um mehr über Ihren Gesprächspartner und Zuhörer herauszufinden. LinkedIn habe ich früher gern für meine us-amerikanische Kontakte genutzt – heute spielt es für mich persönlich kaum noch eine Rolle. Das mag aber für jeden einzelnen von Ihnen unterschiedlich sein.

Dort gibt es Informationen über:

  • Namen
  • Geschlecht
  • Beruf
  • Berufswege
  • Vorlieben
  • Interessen
  • Ausbildung
  • Alter
  • Aussehen
  • Kontakte
  • Herkunft
  • soziale Stellung

Besonders spannend sind die Aktivitäten und Teilnahmen an Veranstaltungen. Damit haben Sie für den Small-Talk-Bereich immer genügend Futter um sich über inhaltsvolle und persönliche Themen auszutauschen. So vermeiden Sie das leidige Thema Wetter und Privates.

Fast das gesamte Portfolio des antizipatorischen Adressentenkalküls findet sich dort in den Profilen. Wer noch nicht weiß wie sich das antizipatorische Adressenkalkül zusammensetzt findet weitere Infos hier

Über den Ich-suche-Bereich erfahren wir auch viel über die Wünsche, Träume und nächsten Aufgaben unserer Zuhörer.

So haben Sie die einmalige Chance vieles über Ihre Gesprächspartner zu erfahren, ohne sie vorher lange am Telefon aufzuhalten oder umständlich zu recherchieren. Auf Xing geht das wie ich selbst jetzt noch einmal neue gelernt habe, sehr effizient und schnell.

Rhetoriktipp: Nutzen Sie soziale Netzwerke wie Xing oder auch LinkedIn oder Facebook für Ihre Adressatenanalyse.

Je besser wir als Rednerin und Redner unser Publikum kennen, desto eher treffen wir den Nerv. Genau deshalb habe ich meine Leserliste der Rhetoriktipps mal unter die Lupe genommen und nach dem Zufallsprinzip 100 Leser ausgesucht.

Ich nahm mir den Vor- und Nachnamen und habe in Xing – meinen Lieblingsnetzwerk einfach mal gesucht – wer ist denn dein Leser bei den Rhetoriktipps.

Es tat gut!

Einige habe ich ganz schnell ausfindig machen können und mir ein Bild meiner Leser gemacht.

So weiß ich nun, dass es mindestens fünf Frauen gibt, die in der corporate communications Branche sind.

Auch viele Männer, die als Vertriebler auf den Straßen Deutschlands unterwegs sind und eine gute Handvoll Selbständiger Frauen. Dieses Wissen hilft mir jetzt weitere nutzbringende Rhetoriktipps für Sie alle zu erstellen.

Was erfahre ich aus den sozialen Netzwerken?

 

xing

Sabine Piarry spricht hier von einer 3 Sekunden Regel. Was erfahren wir in den ersten drei Sekunden über so einen Menschen. Wenn Sie sich auf eine Präsentation bei neuen Kunden oder nach einem Netzwerkabend noch einmal auf ein folgendes Telefonat vorbereiten, dann investieren Sie bitte mehr als nur 3 Sekunden in die Profile Ihrer Zuhörer.

Es gibt Nützliches zu entdecken

Wenn Sie zum Beispiel einen neuen Vorgesetzten haben oder neue Kunden besuchen, dann verrät Ihnen das soziale Netzwerk Xing mehr als nur den Namen und den Beruf. Viele Mitglieder tragen dort Ihre Interessen ein und nehmen an Veranstaltungen teil.

Viele suchen auch ganz konkret nach Geschäftspartnern, Dienstleistungen oder neuen Aufgaben. Damit ist Xing mehr als nur ein lebendiges Adressbuch – es ist die Grundlage um so spannende Reden, Beiträge, Präsentationen und Gespräche mit Menschen zu führen.

Mit dem eigenen Xing Profil bestimmen Sie auch in direkt wieder zukünftige Gespräche und liefern einen Rahmen für das Gespräch mit Kunden und Zuhörern. Nutzen Sie diese Chance das rhetorische Setting selbstbestimmt zu beeinflussen

Das rhetorische Setting ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob Ihre Reden und Präsentationen auf offene Ohren stoßen. Wer also auf eine Messe geht, dem empfehle ich ganz bewusst das eigene Profil in den sozialen Netzwerken darauf vorzubereiten. Xing oder LinkedIn kann die schnellste Visitenkarte für Sie und Ihr Anliegen sein.

Wer noch nicht bei Xing ist – kann dort ganz einfach kostenloses Basesmitglied werden KLiCK

Wer sagt „ja“ dafür nutze ich Xing?

 

 

 

Übrigens habe ich nun die Grenze der 100 Rhetoriktipps überschritten. Wenn Sie automatisch alle 100 Rhetoritktipps erhalten wollen, dann tragen auch Sie sich für meine Rhetoriktipps ein.

Autor: Judith Torma

Judith Torma ist Magistra der Rhetorik und arbeitet seit 2003 als Dozentin und Trainerin. Rhetorik kommt von Herzen und geht zu Herzen ist dabei Ihre Credo. Erleben Sie die Rednermacherin live in einem Ihrer live Webinare, denn Reden lernen wir durchs Reden.

Ein Gedanke zu „#Rhetoriktipp 101 – Xing als soziales Netzwerk in der antizipatorischen Adressatenanalyse nutzen“

  1. Hallo Judith,
    ich bin gerade über Deinen Artikel „gestolpert“. Vielen Dank dafür!
    Ich musste beim Lesen schmunzeln, denn ich habe mich gerade im Rahmen meiner WOL Gruppe selber im Netz gegoogelt und war schon überrascht, was ich da über mich alles so gefunden habe. Ich wollte über die Recherche herausfinden, ob ich mit meinen Themen psychische Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie gesundheitsförderliches Führen auch sichtbar bin und meine Kernthemen deutlich werden.
    Deine Idee, das auch zur Kundenrecherche zu nutzen, finde ich genial, um somit noch gezielter die eigenen Angebote auf die Bedürfnisse der Menschen, mit denen ich arbeiten möchte zu zuschneiden und mehr Mehrwert zu ermöglichen.
    Vielen Dank für die neue Perspektive! Ich werd` sie gleich mal ausprobieren.

    Lieben Gruß
    Cornelia

Kommentare sind geschlossen.