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#Rhetorik-Tipp 52 Pausen – die Magie guter Redner – holen Sie Luft und schenken Sie Zeit

Reden ohne Punkt und Komma ist der Todesstoß für jeden Redner!

Rhetorik-Tipp 52 Pausen – die Magie guter Redner – holen Sie Luft und schenken Sie Zeit

Eine Rede halten, bedeutet nicht einen Schnell-Rede-Wettbebwerb zu gewinnen. Gute Redner sprechen bedeutsam – konkret bedeutet das Pausen zu setzen.

Nur wenn wir in einem Rhythmus sprechen, dem andere folgen können, dann werden wir auch gehört.

Es gibt dramatische Beispiele aus der Geschichte, in dem die Sprechgeschwindigkeit die Fähigkeit zum kognitiven Zuhören unterbrach – hemmte.

2 Optionen um Pausen zu setzen

Haben Sie sich in der Schule auch immer auf die Pausen gefreut? So geht es Ihren Hörern auch. Bieten Sie Ihren Zuhörern genügend Pausen, um Ihrer Rede zu folgen und den Inhalt zu verstehen.

Nachhaltig Sprechen

Die nachhaltige Methode um mit Pausen zu punkten, ist langfristig an der eigenen Redegeschwindigkeit zu arbeiten. Viele Menschen sprechen zu schnell so zwischen 140 bis 160 Worte pro Minute. Versuchen Sie es einfach einmal. Markieren Sie 160 Worte in einem Zeitungsartikel und Sprechlesen Sie diesen Beitrag.

Gelesen wird in der Regel immer noch schneller als frei gesprochen, deshalb trainieren Sie sich einen angemessenen Redestil – in diesem Fall die richtige Geschwindigkeit an.

Für Zuhörer angemessen sind 90 bis 100 Worte pro Minute. Große Abweichungen sind hier nicht angemessen.

Beginnen Sie damit sich Zeitungsartikel von 90 Worten zu markieren und diese ausdrucksvoll zu lesen –  mit Pausen. Ähnlich gut trainieren Sie auch das Pausensetzen mit Zungenbrechern. Hier ist nicht das Schnellsprechen wichtig, sondern das sinnhafte und hörergerechte Sprechen.

Sofortlösung

Wollen Sie sofort etwas ändern, bearbeiten Sie Ihr Skript. Setzen Sie bewusst Zeichen, Markierungen, Pausenzeichen in Ihrem Manuskript.

Zum Beispiel bei wichtigen Zahlen, Definitionen, neuen Begriffen – diese Situationen verdienen eine Pause. Sprechpausen bieten dem Zuhörer die Möglichkeit Informationen zu bearbeiten, verbinden und zu speichern.

Für den Anfang ist es einfacher Pausen zu planen, bis Sie ein Gefühl, gewisse Erfahrungswerte haben, um Pausen intuitiv zu setzen. Dafür ist es sinnvoll im Skript bzw. in Ihren Notizen, Stichwortkarten Hinweise für Pausen zu setzen.

Mit der Zeit entwickeln Sie ein grundlegendes Wissen darüber, wann eine Pause angemessen ist und wann die Zuhörer davon profitieren.

alle 20 Sekunden muss der Zwischenspeicher geleert werden

Untersuchungen zeigen, dass unser Kurzzeitgedächtnis alle 20 Sekunden den Speicher räumen muss. Informationen, die bis dahin nicht mit anderen Informationen verknüpft sind, fallen einfach hinten runter. Sie werden nicht gespeichert.

Lernen, hören mit allen Sinnen ist daher sehr wichtig – das erleichtert die Verknüpfung mit bestehenden Informationen und der mittelfristigen und langfristigen Speicherung von neuen Informationen.

Pausen dienen dazu, diese Speicher- und Verknüpfungsmomente zu ermöglichen.

Fazit

Punkt und Kommata sind nicht nur für die Schreibe wichtig, sondern auch für das Sprechen. Redner, die die Magie der Pausen verstanden haben, arbeiten für die Zuhörer. Ruhe, Erholung und Pausen wichtig im Leben und essentiell für Reden.

Frage an meine Leser

Wie geht es Ihnen mit Schnellrednern? Wie wichtig sind Sprechtempo und Pausengestaltung für Sie als Zuhörer. Stehen Sie häufiger als Rednerin oder Redner vor Publikum – wie gehen Sie mit dem Sprechtempo um? Gestalten Sie es bewusst oder ist es eher Zufall wie schnell oder langsam Sie sprechen?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen und Kommentare.

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p.s.: Kennen Sie bereits meine Premium-Rhetoriktipps? Ausführliche Tipps zur Redevorbereitung und Durchführen.

 

copyright 2020 Judith Torma Gonçalves, M.A.