Reden beenden – mit einer klaren Ansage statt leerer Floskeln

„Wir werden diesen Weg klar und folgerichtig weitergehen. Wir werden Berlin von seiner Umklammerung befreien. Wir werden ihm und allen Deutschen hinter dem Eisernen Vorhang Freiheit und Frieden bringen, auf dass in ganz Deutschland dann wieder herrsche Einigkeit und Recht und Freiheit.“ Konrad Adenauer 18.10.1952

Nun, wenige Reden erhalten einen Status wie diese von Konrad Adenauer, oder Martin Luther King mit „I have a dream“ oder Barack Obama „Yes, we can.“ Dennoch, von vielen Reden bleibt uns genau so ein Aufruf oder letzter Satz im Gedächtnis.

Der letzte Satz bleibt, die Rede verblasst

Was genau sagte Kennedy außer „Ich bin ein Berliner“? Das haben wir heute in vielen Fällen vergessen. Es ist natürlich eine große Herausforderung eine Präsentationen, einen Vortrag oder eine Rede mit so einem gewichtigen Satz zu beenden. Da der Inhalt jedoch oft sehr umfänglich ist, macht es Sinn, den letzten Satz als Paukenschlag zu nutzen. Finden Sie einen starken letzten Satz, um Ihre Rede zu beenden.

Fragen Sie sich jetzt? Was sage ich nur zum Schluss?

Es gibt jedoch mindestens 5 Varianten, auf die wir besser verzichten.

5 letzte Sätze, die Sie besser weglassen.

  1. Danke für Ihre Aufmerksamkeit“
    Vor allem bei Powerpointpräsentationen lesen wir diesen Satz sehr häufig. Wenn wir uns für die Aufmerksamkeit bedanken – dann vergeuden wir den Moment unserer Präsentation, in der wir Bewegegung in unseren Zuhörern auslösen können. Als besser nach aktivierenden Alternativen suchen.
  2. „So das wars von mir.“
    Ja, das ist ja schön, wenn Sie als Redner jetzt fertig sind. Was aber sollen Ihre Zuhörer damit jetzt anfangen? Was erwarten Sie denn als nächsten Schritt. Mit so einem Ende lassen Sie Ihre Zuhörer in der Luft hängen. Damit entsteht dann oft ein Gefühl der Enttäuschen. Verraten Sie lieber, was die Zuhörer mit dem neuen Wissen nun anfängen sollten.
  3. „Es war ja nur ein kleiner Einblick, den ich heute gegeben habe…aber ich hoffe, Sie nehmen sich einen kleinen Anstoß mit.“
    Das ist schon besser. Jedoch anstatt darauf hinzuweisen, dass Sie nur einen Ausschnitt zeigen konnten -aus welchem Grund auch immer. Das es nur ein Auszug ist, merken Ihre Zuhörer sicherlich von selbst. Stoßen Sie sie nicht noch mal mit der Nase darauf. Machen Sie stattdessen lieber Lust auf mehr. Öffnen Sie ein Feuerwehr, was sich noch alles ermöglicht. Schließen Sie doch zum Beispiel mit einem Feuerwerk an weiterführenden Aspekten….
  4. „So nun, haben wir es geschafft und ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit im sonnigen Nachmittag.“
    Das klingt nach einem – ich bin ja so erschöpft – statt, fragen Sie mich jetzt als Fachmann für das Thema an. Sie stellen mit so einer Aussage Ihre Fachkraft in den Schatten und geben einer Nebensächlichkeit wie dem Wetter den Vorrang. Wenn schon der Bezug zum Wetter, dann laden Sie eher ein im Sonnenschein das Thema gedanklich zu vertiefen. „Die Sonne stimmt mir zu! Unser Thema müssen wir näher beleuchten  – jetzt ist Zeit für Ihre Fragen.“
  5. „Nun schliesse ich mich meinem Vorredner an und wünsche Ihnen noch einen spannenden Konferenztag.“
    Was Sie damit sagen: Endlich bin ich durch und kann machen was ich will. Sie verschließen sich mit diesen Worten einen Austausch mit Ihren Zuhörern einzuleuten. Sie schicken Ihre Zuhörer einfach weiter. Ihre Chance einen Anker im Gedächtnis Ihrer Zuhörer zu hinterlassen, haben Sie mit diesen Worten verspielt. Wenn Sie dennoch einen Bezug zum restlichen Tag herstellen wollen, dann lassen Sie Ihre Zuhörer doch mit einem wachen Auge und Ohr zu Ihrem Thema durch den Tag zu kommen. Bieten Sie an, aktiv das neue Wissen während des restlichen Konferenztages einzusetzen.

Ziele im letzten Satz formulieren

Aufgabe des Schlusssatzes

Mit dem Ende Ihrer Reden schließen Sie nicht nur Ihre Ausführungen, sie bauen die Brücke zu Ihren Zuhörern. Der letzte Satz ist die Eröffnung Ihrer weiteren Beziehung zu Ihren Zuhörern.

Der Schlusssatz hat also die Aufgabe eine Brücke zwischen Ihrem Thema und den Zuhörern zu sein. Bauen Sie deshalb eine einfach, aber stabile Brücke. Machen Sie es den Zuhörern einfach, sich auch in Zukunft mit Ihnen auszutauschen und sich dem Thema zu widmen.

Das Ende eine Rede, ist der Anfang weiterer Aufgaben

Schlusssatz-text2 copyGeben Sie Ihren Zuhörern Ziel, Visionen, Aufgaben oder Herausforderungen mit auf den Weg.

Sie wissen nicht genau wie? Dann nutzen Sie das 1×1 des Schlusssatzes!

In diesem live Webinar gehe ich einige Schritte mit Ihnen gemeinsam. Was kann ein Schlusssatz leisten und wie setzen Sie das sprachlich für sich selbst um. Nutzen Sie diese Zeit, um ins Gespräch zu kommen und ganz praktisch an Ihren Themen zu arbeiten.

Aktuelle Termine für mein live Webinar finden Sie jeweils hier.
(Dieses Thema werde ich einmal monatlich anbieten.)

Falls Sie es ganz dringend benötigen, dann steht Ihnen auch eine Webinar-Aufzeichnung zur Verfügung.

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copyright 2018 Judith Torma Gonçalves, M.A.