Teil zwei meines Jahresrückblickes

Firmeninterne Weiterbildung scheint stehen zu bleiben

slider-Kompetenzen stärkenMit dem Wandel der Technologie, dem neuen Anspruch schneller und alltagstauglicher zu schulen, hat Auswirkungen auf betriebsinterne Weiterbildung. firmeninterne

2014 war wohl mein Jahr mit den wenigsten innerbetrieblichen Weiterbildungen überhaupt. Die, die es gab, waren jedoch geprägt von altem Denken und wenig Innovation – auf seiten der Teilnehmer.

Weiterbildung, gerade im Bereich Rhetorik, ist sehr flexibel. Neue Methoden, spannende Themen und offener Austausch bieten so viele Möglichkeiten Rhetorik für den Berufsalltag auf seine Seite zu ziehen.

Neue Methoden

Diese neuen Methoden sind gar nicht so neu- jedoch im Mittelstand rufen Sie meiste eine Revolution aus. Die Pädagogen und Neurologen haben uns schon lange gezeigt, dass wir besser lernen, wenn wir uns darauf vorbereiten. Deshalb habe ich mir besonders in 2014 Wege geebnet, um Mitarbeiter in den Entstehungsprozess, die Vorbereitung, die Durchfürhung und die Nachbereitung von Seminaren zu integrieren.

In einigen Fällen wird das von den Personalabteilungen auch gern , fast gierig aufgegriffen. Nur die Mitarbeiter sind noch nicht so weit.

Vorbereitung firmeninterne

Egal ob Vorabumfragen, Themenwünsche oder Methodenwahl – oft haben die Mitarbeiter keine Meinung. Viel häufiger, jedoch keine Zeit die eigene Weiterbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Zeit für Vorbereitung wird nicht oft nicht eingeplant, obwohl gewünscht und noch seltener entlohnt. Dabei zeigen die Ergebnisse, je mehr Mitarbeiter in die Planung und vor allem die Themenwahl vor dem Seminar involviert sind, desto besser werden die Ergebnisse.

Vorabkommunikation

Ich biete regelmäßig eine Vorabkommunikation. Meist eine E-Mail, ab und an jedoch auch ein Podcast oder ein Video, in denen ich die ausgewählten Mitarbeiter einen ersten Kontakt ermögliche. Ich stelle mich vor. Erläutere, welches Ziel wir mit der Bildungsmaßnahme verfolgen und bitte inhaltlich um Rückmeldung. Wenige, sehr wenige, fast keine Rückmeldungen finden ihren Weg zu mir zurück. Schade, denn das ist vergebenes Potential, sich gedanklich auf die Weiterbildung einzulassen.

Thematische Mitbestimmung firmeninterne

Für mich gehört es dazu nicht nur mit den Personalentscheidern oder Teamleitern die Weiterbildugn abzustimmen, sondern ich bevorzuge es, wenn Mitarbeiter thematisch Ihre Wünsch äußern. Das wird leider von vielen Personalern noch nicht genutzt oder gefördert. Häufiger werden so gar Steine in den Weg gelegt. Aus meiner Erfahrung heraus ist genau dieser Aspekt auch ein Kriterium eine Weiterbildung zu verschieben oder abzusagen.

Es macht jedoch wenig Sinn ein Thema zu wählen, welches nicht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter berührt.

Einstufungstest

slider-einstufungstest1Auch der Einstufungstest hilft, die Mitarbeiter zusammen zu führen, die genau für ein Thema oder eine Methode weitergebildet werden sollen. Auch hier ist die Beteiligung auf beiden Seiten gering – wenige Personaler nutzen die

se Chance, noch beteiligen sich Mitarbeiter daran. Dabei liegt es nicht am Preis für den Einstufungstest oder die Geheimhaltung, denn das eine ist oft inbegriffen im Seminarhonorar und das andere wird strengensten gewahrt.

Teilnehmerkreis – klein – größer, wie viele passen rein?

Neben der Zusammensetzung einer Lerngruppe bestimmt vor allem die Gruppengröße wie aktiv einzelne Teilnehmer sein können. Die Gruppengröße hat auch großen Einfluss auf die Art einer Weiterbildung. Vorlesung, Workshop oder Seminar haben eigene Grenzen – Firmenschulungen halten sich da selten dran. Ein Seminar, welches für 6 Teilnehmer konzipiert wird und in dass dann in letzter Minute noch 3 weitere Mitarbeiter gesteckt werden – dass platzt nicht nur aus den Nähten, sondern fördert auch die Enttäuschung. Die genaue Gruppengröße ist ausschlaggebend für die Planung und Gestaltung eines Seminars. Deshalb ist es an der Zeit mit der Unsitte – „Einer geht noch“ – endlich Schluss zu machen.

Selbst aktiv werden

Immer wieder überrascht mich, dass Menschen Rhetorikseminare belegen und dann nciht reden wollen. Als ob wir Reden halten durch zuschauen erlernen.

Natürlich sind Vorlagen, Modelle, an denen wir uns reiben können, wichtig und beides biete ich gerne an. Mit dem Totschlagargument – „Selber reden will ich heute aber nicht“ ist in einer aktiven Weiterbildung nichts anzufangen.

Wenn ich dann nachhake liegt es oft an Erfahrungen mit früheren „Trainern“. Die „Trainingsmethode“ des „Blankziehens“ schwebt dann meist im Raum. Da trennt sich für mich wiederholt die Streu vom Weizen. Viele selbsternannten „Rhetorik-Trainer“ machen Teilnehmer erst einmal nackig und zeigen Ihnen was sie alles falsch machen, anstatt vorhandene gute Fähigkeiten zu loben und sinnvoll hervorzuheben.

Die verbrannte Erde fängt nur ganz langsam wieder an zu ergrünen und oft reichen zweit Tage Seminare dafür kaum aus.

Selbst aktiv werden – gutes beibehalten

irisDeshalb war 2014 für eine der wichtigsten Erkenntnisse – immer erfragen, wie bisher geschult wurde – oft kommen Enttäuschungen und negative Erfahrungen erst am Seminartag ans Licht und das ist dann für meine Rhetorikseminare zu spät. firmeninterne

Ich bin darüber hinaus auch nach über 11 Jahren für meine Ausbildung in Tübingen dankbar und empfehle Firmen wieder und wieder nach der Ausbildung von Rhetoriktrainern zu fragen. Die Tübinger Rhetorikschmiede hat einige sehr gute Rhetorikdozenten hervorgebracht – da lohnt es sich auch etwas mehr zu bezahlen. Meinem Mentor Klaus Steinke bin ich auch nach so vielen Jahren noch sehr dankbar, dass er mich im Handwerk der Seminarführung angelernt hat. Auch heute profitiere ich von meinen Erfahrungen damals noch sehr.

Nachbereitung – ist für viele zu viel

In diesem Jahr habe ich erstmalig konsequent und bei jedem Auftrag eine aktive Nachbereitung angeboten. Von den Erfahrungen heraus bin ich sehr enttäuscht. Es scheint noch immer so zu sein – der Seminartag ist vor und damit ist es zu ende.

So viele Poteniale für Erfolge und Misserfolge sowie dem kollegialen Austausch werden hier einfach verschenkt – sowohl von den Unternehmen als auch den Teilnehmern. Dabei bieten E-Mails, Foren oder Webinare verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen den Transfer vom Seminar in den Altag zu vereinfachen.

Für 2015…

Strebe ich an wieder an all meine Angebote mit einer Einstuffung, intensiven Beteiligung der Teilnehmenden sowie Vor- und Nachbereitung der Seminare anzubieten. Ich gehe in meinen Angeboten 2015 so gar noch einen Schritt weiter. Jedes Präsenzseminar wird von einer online Lerngruppe auf meiner Lernplattform begleitet werden.

Ich bin sehr gespannt, ob die Unternehmen – egal ob groß oder klein dieses Angebot wahrnehmen werden…..

Über Kommentare, wie Sie sich firmentinterne Weiterbildung vorstellen oder welche Elemente meiens Ansatzes Ihnen zu sprechen, freue ich mich sehr. Melden Sie sich bitte an, um zu kommentieren.

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