Webinare gehören an den Arbeitsplatz der Zukunft

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus, fragt Falk Hedemann vom CeBIT Blog. Da ich seit Beginn meiner Selbständigkeit im „Homeoffice“ arbeite, spricht diese Fragen mich besonders an. In diesem Beitrag werde ich über eine ganz neue Seite meiner Arbeit berichten – Weiterbildung in online Seminare und Live Webinaren. Somit fügt sich dieser Beitrag auch in meine Blog-Parade als Plädoyer für Webinare ein.

Immer vor Ort und beim Kunden im Büro – diese Zeiten sind vor!

Immer – nein , häufig ja. Aber genauso häufig war ich 2014 bis jetzt auch über den PC mit meinen Kunden und Seminarteilnehmenden verbunden. Meine Arbeit in der Schulung und Beratung geht ganz neue Wege – sie führen über das Netz – in die digitale Schulung und Beratung.

Dabei habe ich drei große Helfer – Edudip – Skype und Dropbox.

Weiterbildung wird häufiger am Arbeitsplatz stattfinden

Nach meinen heutigen Erfahrungen werden gerade Führungskräfte, Geschäftsführer und Solo-Unternehmer Weiterbildung an den Schreibtisch holen.

Die Vorteile für Webinare liegen auf dem Tisch, ich fasse sie noch einmal zusammen:

  • Wegfall von Fahrtzeiten
  • geringere Nebenkosten
  • schnell wieder bei der eigenen Arbeit

neue Aspekte dabei

  • kürze Buchungs- und Planungszeiten
  • Austausch mit Menschen mit ähnlichen Herausforderungen aus ganz unterschiedlichen geographischen und kulturellen Gebieten
  • flexiblere Zeitgestaltung – Lernen, wenn es passt
  • Lernen in den eigenen vier Wänden – Vertrautes fördert den Lernprozess
  • Wissen in kleinen Häppchen – da Webinare eine hohe Aufmerksamkeit fordern, werden häufiger aufeinander aufbauende Module angeboten
  • im Gegensatz zu MOCCS und WeRbinaren häufig kleine Lerngruppen
  • viele Sinne werden angesprochen – hören, sehen, tasten – schreiben – in meinen Rhetorikwebinare bitte ich meine Teilnehmenden häufig Übungen am Bildschirm mitzumachen – oder wir zeichnen Redebeiträge auf
  • Webinaraufzeichnungen ermöglichen das „Nachlesen“
  • große Methodenvielfalt möglich – so werden viele Lerntypen angesprochen
  • gute Dokumentation – Video, Chat-Protokoll und Unterlagen zum Herunterladen
  • Webinare sind oft kombiniert mit Lernplattformen (z.B. Moodle) und laufen über einen längeren Zeitraum – längere Verweildauer im online Kurs

Nachteile von Webinaren

Methodisch-didaktische sehe ich hier nur Vorteile, denn alle Methoden lassen sich anpassen und mit der richtigen Technik auch umsetzen. Genau hier, in der Technik, liegt das größte Manko von Webinare und online Seminaren.

  • hohe Bandbreite für Video- und Tonübertragung nötig
  • stabile Internetverbindung ist Vorraussetzung
  • Kamera und Headset gehören zur Grundausstattung
  • ohne Einweisung sind es oft zu viele Informationen auf einmal.
  • der fehlende Ortswechsel, um die Perspektive zu ändern – kann jedoch durch eine anderen Lernatmosphäre ausgeglichen werden
  • Disziplin und Selbstmotivation den PC anzuschalten
  • Hemschwelle für die Kamera zu überwinden

Welche Technik braucht dieser neue Arbeitsplatz der Zukunft?

Die Grundvoraussetzung für den Arbeitsplatz der Zukunft ist eine gute solide Ausstattung. Ohne Technik und ohne Internet sind wir sonst von der Außenwelt abgeschnitten.

Grundausstattung

  • starker PC – bitte keine Laptops, wenn große Datenmengen verarbeitet werden
  • Webkamera für Bildübertragungen
  • Headset oder Mikrofon und Kopfhörer
  • schnelle Internetverbindung und große Bandbreite
  • aktuelle Flash und Java Installationen sowie stabile Browser – was genau hängt von der jeweilen Webinarsoftware ab

 

für Rhetorikseminare empfehle ich darüber hinaus folgende Zusatzausstattung

  • Skype oder andere Voice over IP Lösungen für intensive Redetrainings mit großem Bildauschnitt
  • online Speicher wie Dropbox u.ä.
  • Software zum Aufzeichnen von eigenen Redebeiträgen über die PC-Kamera

Der Arbeitsplatz der Zukunft bietet viele neue Möglichkeiten

Für viele bedeutet Arbeitsplatz der Zukunft mobiles Arbeiten von daheim aus oder aus dem Cafe heraus. Für mich heißt Arbeitsplatz der Zukunft eher vernetztes Arbeiten. Ob ich das von Zuhause, dem Einzel- oder Großraumbüro aus unternehme, ist für mich dabei zweitrangig. Ein Wunsch an Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist, dass Weiterbildung in den Arbeitsalltag stärker integriert wird. Weiterbildung hat noch immer eine Sonderstellung. Wir müssen es beantragen, darum kämpfen und weite Wege zurücklegen. Dabei gehört zum lebenslangen Lernen auch Lernen vom Arbeitsplatz aus. Gleichberechtigt und voll anerkannt neben den traditionellen Weiterbildungsangeboten.

Dazu gehört auch, das der Arbeitsplatz der Zukunft über die notwendige Technik verfügt. Ich bin es leid, von interessierten Arbeitnehmern zu hören, „das wäre wirklich ein gutes Angebot, aber ich habe keine Soundkarte“ oder „ob ich mein Chef ein Headset sponsert – ich weis es nicht“.  Auch das Programme wie Skype oder Webseiten wie Dropbox gesperrt werden, erinnert eher an Kindergarten, denn morderne und zukunftsträchtige Arbeitsplätze.

Plädoyer für Webinare am Arbeitsplatz der Zukunft

Skype und Webinarplattformen bieten nicht nur die Möglichkeit der zeitnahen und individuellen und kostengünstigen Weiterbildung, sondern auch ermöglichen auch schnell einen Kontakt zu anderen Kollegen oder zum Kunden. Edudip und Dozeo fokussieren die Weiterbildung, Cliqmeet und Spreed und andere fokussieren das webbasierte Meeting. Aber auch dem stehen noch viele Hürden entgegen. Deshalb mein Pro für Webinare zur Weiterbildung und zum Meeting am Arbeitsplatz der Zukunft.

 

19. Februar 2014
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